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Mein Musiktheater: Lucia Ronchetti

Data:

21/09/2017


Mein Musiktheater: Lucia Ronchetti

Die Komponistin Lucia Ronchetti im Dialog mit der Regisseurin Isabel Ostermann.

Gespräch mit musikalischen Beispielen. 

Die Italienerin Lucia Ronchetti zählt zu den erfolgreichsten Komponistinnen der Gegenwart. Am Beispiel ihrer jüngsten Oper RIVALE erläutert sie die Prinzipien ihres Musiktheaters und debattiert über Fragen der Bühnenumsetzung.

Do. 21. 09. 2017, 19.00 Uhr
Istituto Italiano di Cultura di Berlino, Hildebrandstr. 2, 10785 Berlin-Tiergarten

Gespräch auf Deutsch und Italienisch mit Simultanübersetzung.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Staatsoper Unter den Linden

  
RIVALE. Kammeroper für Frauenstimme, Solo-Viola, Blechbläserensemble und metallisches Schlagwerkensemble. Auftragswerk der Staatsoper Unter den Linden. Musik von Lucia Ronchetti. Text von Lucia Ronchetti nach Antoine Danchets
TANCRÈDE.

Von Liebe und Krieg erzählt André Campras Oper »Tancrède«, die 1701 auf ein Libretto von Antoine Danchet entstand. Basierend auf der »Selva di Saron«-Episode aus Torquato Tassos Renaissance-Epos »La Gerusalemme liberata « erscheint die Figur der muslimischen Prinzessin Clorinda, die sich in ihren Feind und späteren Mörder, den christlichen König Tankred, verliebt, in Danchets Libretto als vielschichtige Charakterstudie, in welcher die Verwandlung von der verzweifelt Liebenden zur entschiedenen Kriegerin auch sprachlich klar zutage tritt.
Für ihr neues Musiktheater hat die italienische Komponistin Lucia Ronchetti den Text des Barocklibrettos neu definiert und zu einem intensiven Monolog verdichtet. Clorinda wird zur Erzählerin und Zeugin ihrer eigenen Tragödie, die sich auf der Ebene des unauflöslichen Konflikts zwischen Rivalität und Begehren vollzieht. Auch in der Komposition selbst zeigt sich die eindrucksvolle Verbindung von barocken und modernen Stilelementen, die einen wichtigen Aspekt von Ronchettis Tonsprache bildet. So wird die »tonmalerische Naturbeschreibung«, wie sie bei Barockkomponisten wie Francesco Geminiani und Clément Janequin zu finden ist, aufgegriffen und in eine zeitgenössische Klangsprache übersetzt.

Lucia Ronchetti wurde 1963 in Rom geboren und studierte Komposition an der Accademia di Santa Cecilia und Philosophie an der Universität in ihrer Heimatstadt. In Paris besuchte sie Kompositionsseminare bei Gerard Grisey, nahm an einem Jahreskurs des IRCAM (1997) teil und promovierte 1999 in Musikwissenschaft an der Ecole Pratique des Hautes Etudes an der Sorbonne unter der Leitung von François Lesure. 2005 folgte sie als Gastprofessorin (Fulbright fellow) der Einladung von Tristan Murail ans Department für Musik der Columbia University in New York. Lucia Ronchetti war Composer in Residence bei Institutionen wie dem Villa Concordia (Bamberg) Yaddo (Saratoga Springs, NY), den Staatstheatern Stuttgart, der MacDowell Colony (Peterborough, New Hampshire, USA), der Akademie Schloss Solitude (Stuttgart) sowie dem Schloss Werdenberg (Werdenberg, Schweiz) und wurde außerdem vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert.
Die Komponistin arbeitet mit verschiedenen musiktheatralischen Formen. Ihr Schaffen reicht von Opern und Kammeropern für professionelle Sänger und Musiker über Chor-Opern für Ensembles mit Laienchören bis hin zu musiktheatralischen Experimenten ohne Bühne.
Von 2012 bis 2015 realisierte sie im Rahmen einer Koproduktion der Semperoper Dresden mit dem Opernhaus Halle ein drei Spielzeiten umfassendes Musiktheaterprojekt: Contrascena, Sub-Plot und Mise en abyme. Ihre Oper Esame di mezzanotte nach einem Libretto von Ermanno Cavazzoni wurde im Mai 2015 in der Regie und Ausstattung von Achim Freyer am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. Die Produktion wurde von der Fachzeitschrift Opernwelt als »Uraufführung des Jahres 2015« ausgezeichnet. Weitere Projekte waren u.a. die Uraufführung der Chor-Oper Inedia prodigiosa am Teatro Massimo Palermo im Oktober 2016 und Les aventures de Pinocchio für das Ensemble Intercontemporain (Nouvelle Philarmonie, Paris).'

Isabel Ostermann studierte Opernregie an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin u. a. bei Ruth Berghaus, Peter Konwitschny und Gerd Rienäcker. Als Regieassistentin arbeitete sie u. a. mit Christoph Marthaler (»Fama«), Christoph Schlingensief (»Parsifal«), Achim Freyer (»Die Zauberflöte«), Andreas Homoki (»Don Giovanni«) und Peter Konwitschny (»La Bohème«) bei den Festspielen in Salzburg und Bayreuth, an der Oper Graz, am Königlichen Theater Kopenhagen sowie bei den Donaueschinger Musiktagen.
Seit 2001 hat Isabel Ostermann eine Reihe eigener Inszenierungen in Berlin, Dortmund, Erfurt, München und Regensburg vorgelegt. Seit 2006 arbeitet Isabel Ostermann für die Staatsoper Unter den Linden, wo sie im Schiller Theater als Persönliche Referentin des Intendanten Jürgen Flimm und als Künstlerische Produktionsleiterin der Werkstatt tätig ist. Ostermann ist designierte Operndirektorin des Staatstheaters Braunschweig.


RIVALE.
Uraufführung am 08.10. in der Neuen Werkstatt der Staatsoper Unter den Linden.
Weitere Aufführungen am 11.10., 14.10., 15.10., 17.10., 19.10., 20.10, 22.10

www.staatsoper-berlin.de/en/veranstaltungen/rivale.123


http://www.luciaronchetti.com
http://www.isabelostermann.de



Informazioni

Data: Gio 21 Set 2017

Orario: Dalle 19:00 alle 20:30

Organizzato da : Istituto Italiano di Cultura di Berlino

In collaborazione con : Staatsoper Unter den Linden

Ingresso : Libero


Luogo:

Istituto Italiano di Cultura di Berlino

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